Hallo,
wenn man in der Uni Langeweile hat oder sich in seinen Freistunden sinnvoll beschäftigen will (nicht mit Studienprojekten^^), dann benötigt man einen Zugriff auf den persönlichen Linux-Homeserver, wie die Dockstar.
Im folgenden könnt ihr die Einrichtung eines DynDNS-Eintrages nachvollziehen, damit ihr euch nicht ständig eine neue IP-Adresse merken müsst…

Für diesen Zweck gibt es verschiedene Anbieter, ich habe mich kurzerhand für DynDNS entschieden, da ich diesen Dienst bereits vor vielen Jahren mal in Nutzung hatte.

Zunächst müsst ihr euren Wunschnamen registrieren:

Als Typ gebt ihr “Host with IP address” an. Die IP-Adresse wird später eh automatisch aktualisiert, sie spielt zunächst keine Rolle.

Bei den gewünschten Diensten solltet ihr dann doch etwas auf Sicherheit achten, denn in all meinen bisherigen Tutorials wurden Authentifizierungen Umgangen. Ich empfehle daher nur Zugang per SSH und ggf. per VPN zuzulassen. Dies könnt ihr zum einen über das Webinterface von DynDNS machen (unsicher), oder ihr stellt einfach in eurem Router das Port-Forwarding auf die Dockstar nur für z.B. Port 22 ein.

Sobald ihr euren Account bestätigt und die DynDNS aktiviert habt geht es an die Konfiguration der Dockstar, damit bei einem IP-Wechsel die Adresse automatisch aktualisiert wird. Dafür nutze ich das in den Debian-Paketquellen verfügbare Tool ddclient:

apt-get install ddclient
     # Während der Installation begleitet euch ein Assistent.
     # folgendes ist dort auszuwählen:
     www.dyndns.com
     wunschname # euer DynDNS-Benutzername
     password # das Passwort dazu
     yes # eure IP-Adresse wird über die DynDNS-Homepage festgestellt, sodass eure öffentlche IP eingetragen wird
     From list # Abrufen der registrierten DynDNS-Einträge
     <wunschadresse> # ... auswählen
     no # PPP liegt im Falle eines normalen Homeservers nicht vor
     yes # ddclient als Dienst laufen lassen (für automatische Aktualisierung)
     <gewünschte Aktualisierungszeitspanne>

Das wars auch schon… Beachtet bei der Aktualisierungszeitspanne, dass auf den ersten Blick eine Angabe wie 1 Tag ausreicht… sollte sich die IP aber wirklich ändern, so müsstet ihr im dümmsten Fall warten, bis der komplette Tag gelaufen ist….
Bei mir habe ich “10m” für 10 Minuten eingestellt.

Zu guter letzt darf die Portweiterleitung an eurem Router nicht fehlen, ohne gehts nicht. Solltet ihr nicht wissen wie das funktioniert, dann ruft folgenden Link auf: http://portforward.com/english/routers/port_forwarding/routerindex.htm

Über die Auswahl eures Routers könnt ihr dann SSH als Dienst wählen und bekommt beschrieben, wie die Portweiterleitung eingerichtet werden muss. Für alle die es noch nicht wissen: Port 22 TCP ist SSH :)

Ich hoffe das nächste Thema ist nicht wieder so trivial^^

Ein kleines Schmankerl hab ich aber noch:
Auch ohne umständliches VPN könnt ihr per SSH die Weboberflächen eures Serversystems aufrufen, z.B. von Cups oder pyLoad.

Gebt in eurem PC/Laptop von dem ihr auf die eben angesprochenen Webseiten zuhause zugreifen wollt einfach folgende Zeile in eure Linux-Konsole ein (unter Windows funktioniert es auch mit Putty):

ssh -f -N -D 54321 root@dyndns

Nun habt ihr einen Tunnel vom lokalen Port 54321 zum entfernten Port 22 (SSH) gebaut. In eurem Browser könnt ihr dies als SOCKS5-Proxy nutzen. Im Firefox geht ihr dazu auf Extras –> Einstellungen –> Erweitert –> Netzwerk –> Einstellungen. Das ganze ist dann gemäß dem Bild einzutragen:

Wie aus dem normalen Heimnetzwerk gewohnt könnt ihr dann den Namen, oder die IP eurer Dockstar (nicht öffentliche IP, oder DynDNS) in die Adresszeile des Browsers eintragen und seit quasi daheim. Wenn ihr dann nicht die ganze Zeit über zuhause im Netz surfen wollt, nehmt den Proxy wieder raus ;)

Bis zum nächsten mal,
MfG der mute :)