Hallo,

im 1. Teil des Dockstartunings will ich etwas auf „organisatorische“ Dinge eingehen, und los gehts…

1.1 ext2 statt ext3

Das ext3-Filesystem besitzt das eigentlich nette Journaling, doch man sollte bedenken, dass die Lebensdauer von Flash-Laufwerken eine Abhängigkeit zu Schreibzugriffen besitzen. Daher ist das Deaktivieren des Journaling, sprich dem Wechsel von ext3 zu ext2, empfehlenswert. Darüber hinaus erspart man sich einige Schreibzugriffe mit dem deaktivieren der atime, dies erfolgt in der /etc/fstab durch den Parameter noatime (siehe 1.2). Beide Schritte können wie folgt durchgeführt werden:

# für X das USB-Gerät angeben
# für N die entsprechende Partition angeben
umount /dev/sdXN # ggf. gemounteten USB-Stick umounten
tune2fs -O ^has_journal /dev/sdXN # Journal entfernen
mount /dev/sdXN /mnt/ 

Die Installationsanleitung wurde natürlich angepasst. Danke an @Netspider2010 für den Hinweis.

1.2 /etc/fstab einstellen

Wie mir erst einige Tage später aufgefallen ist, sind in der /etc/fstab keine Einträge vorhanden. Um statische Zuordnungen zu bekommen, solltet ihr euren USB-Stick, sowie div. externe Festplatten mit der eindeutigen ID zuordnen. Wenn ihr ständig andere Laufwerke anschließt ergibt das allerdings nur bedingt Sinn.

Im folgende präsentiere ich euch lediglich Beispieleinträge. Ihr müsste das ganze natürlich auf euer System anpassen. Die Schritte führt ihr direkt an der Dockstar durch.

root@dockstar: blkid # zum Auslesen der UUID eurer Laufwerke
root@dockstar: vi /etc/fstab # Datei anpassen
# ein paar Beispielzeilen:
# USB-Stick Dateisystem (früher /dev/sda1)
UUID=b73f0ae9-a259-4d26-a3a7-7aaf73c372ce   /   ext2   defaults,noatime   0   1
# USB-Stick SWAP (früher /dev/sda2)
UUID=f2986c54-13db-453a-80e3-6c75d19de15d   none   swap   sw   0   0
# externe Festplatte 1. Partition (früher /dev/sdb1)
UUID=8a2ba95b-82d1-4905-a1ec-ceebb8cfc2b7   /mnt/fuji1   ext3   defaults   0   2
# externe Festplatte 2. Partition (früher /dev/sdb2)
UUID=6d5a8f27-b487-42ae-b2e6-c1f796d477d9   /mnt/fuji2   xfs users,auto,rw,noatime   0   2

Ihr müsst keineswegs mit den UUIDs arbeiten, es ist nur eine persönliche Empfehlung 🙂

1.3 Bootloader anpassen

Mit mehreren angeschlossenen USB-Geräten kann sich der Bootvorgang manchmal hinziehen. Eine Modifikation des Bootloaders löst jede Probleme. Jeff (ja der gleiche aus der Installationsanleitung) hat den Bootloader so angepasst, dass er beim Einschalten alle USB-Geräte nach einer Bootmöglichkeit durchsucht und im Falle des Misserfolgs das Pogosystem bootet.

Ich bitte dabei zu beachten, dass ich selbst das bisher nicht ausprobiert habe. Beim Ändern des Bootloaders besteht die Gefahr des Bricks. Die Instandsetzung der Dockstar gestaltet sich dann als schwierig.

Im Debian System müsst ihr nur folgendes eingeben, dann ist die Änderung vorgenommen:

root@dockstar: fw_setenv usb_init 'usb start; if ext2load usb 0:1 0x800000 /boot/uImage; then setenv usb_device 0:1; setenv usb_root /dev/sda1; elif ext2load usb 1:1 0x800000 /boot/uImage; then setenv usb_device 1:1; setenv usb_root /dev/sdb1; elif ext2load usb 2:1 0x800000 /boot/uImage; then setenv usb_device 2:1; setenv usb_root /dev/sdc1; elif ext2load usb 3:1 0x800000 /boot/uImage; then setenv usb_device 3:1;setenv usb_root /dev/sdd1;fi;'

Danke @dermarzel für den Hinweis.

Bis zum nächsten mal! 🙂